Digitale Lösung zur Kontrolle von Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer

Vor welche Herausforderungen stellt die AÜG-Reform Entleihbetriebe?

Bereits seit Einführung der Gesetzänderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) zum 01.04.2017 sind auch Kundenunternehmen innerhalb der Zeitarbeitsbranche dazu angehalten, ihre Zeitarbeitnehmer nach den Regeln von Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer zu beschäftigen. Diese Neuregelungen, die seit dem 01.01.2018 zum ersten Mal konkret sind, umfassen neben der Fristeneinhaltung auch die Anpassung der Löhne, damit ein gesetzlich gültiges Arbeitsverhältnis zwischen Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher), Kundenunternehmen (Entleiher) und dem Arbeitnehmer gewahrt bleibt.

Bei Verstößen gegen die Einhaltung von Fristen kann es zu nachhaltigen und schwerwiegenden Konsequenzen für alle Beteiligten kommen. Daher müssen insbesondere alle Voreinsatzzeiten des Beschäftigten sowie die Zeit seiner aktuellen Tätigkeit im Entleihbetrieb festgehalten und kontrolliert werden. Weiter muss überprüft werden, wann die Frist von neun Monaten für Equal Pay erreicht ist, da der Zeitarbeitnehmer ab diesem Zeitpunkt einen gleichwertigen Lohn wie ein Stammmitarbeiter in der jeweiligen Einsatzbranche erhalten muss. Je mehr Zeitarbeitnehmer also in einem Entleihbetrieb beschäftigt sind, desto mehr individuelle Fristen und Zeiterfassungen müssen aufgrund der Reform beachtet werden. Dieser komplexe Aufgabenbereich setzt demnach eine permanente Übersichtlichkeit und Überprüfbarkeit voraus, um den gesetzlichen Rahmenbedingungen der AÜG-Reform innerhalb der Zeitarbeitspraxis zu folgen und drohenden Sanktionen zu entgehen.

Welche Regelung umfasst Equal Pay? Kurz erklärt

Seit dem 01.01.2018 gibt es in der Personaldienstleistungs- und Zeitarbeitsbranche die ersten Praxisfälle von Equal Pay. Hier erhalten Leiharbeitnehmer nach neunmonatiger Zugehörigkeit im selben Entleihbetrieb das gleiche Arbeitsentgelt wie die dortige Stammbelegschaft, sofern der Einsatz nicht mehr als drei Monate unterbrochen wurde. Werden tarifgebundene Branchenzuschlagstarife verwendet, muss das gleichwertige Entgelt erst nach 15-monatigem Einsatz gezahlt werden. Werden laut der Betriebsvereinbarung Sonderzahlungen, Zuschläge und Sachbezüge an einen Stammmitarbeiter gezahlt, müssen diese ebenfalls an den Zeitarbeitsnehmer ausgezahlt werden.

Was umfasst die Höchstüberlassungsdauer? Ein Überblick

Die Höchstüberlassungsdauer bezieht sich auf eine Zeiterfassung von insgesamt 18 Monaten, die ein Beschäftigter im Entleihbetrieb nicht überschreiten darf. Wird diese erreicht, endet das Arbeitsverhältnis zwischen Zeitarbeitsfirma und dem Beschäftigten. Gleichzeitig wird automatisch ein neues Arbeitsverhältnis zwischen diesem und dem Einsatzbetrieb geschlossen. Auch werden alle vorangegangen Einsätze im selben Unternehmen angerechnet, hierbei ist unwichtig, ob zuvor ein anderes Personaldienstleistungsunternehmen für den Arbeitnehmer zuständig war. Spezielle Öffnungsklauseln lockern hingegen die Regelung dadurch, dass Tarifverträge oder Firmentarifverträge zum Einsatz kommen. Diese ermöglichen eine Abweichung von der gesetzlich vorgegebenen Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten.

Warum sollten Entleihbetriebe eine digitale Lösung für die AÜG-Kontrolle einsetzen?

Bislang ungenau definierte Regelungen und Vorgaben innerhalb des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes lassen die Nachvollziehbarkeit und Umsetzbarkeit für die Entleihbetriebe nur schwer möglich werden. Dabei ist die operative Umsetzung der rechtlichen Vorgaben notwendig, um sich vor möglichen Sanktionen bei Verstößen zu schützen. Je mehr Zeitarbeitspersonal ein Unternehmen im Einsatz hat, desto größer ist der Kontrollaufwand der einzelnen Fristen. Hinzu kommt, dass viele Einsatzbetriebe oftmals von mehreren Verleihern Zeitarbeitspersonal erhalten, sodass die Überblickbarkeit und Überwachung enorm schwer und problematisch wird. Ein einfaches, übersichtliches und intuitiv zu bedienendes Werkzeug ist ideal, um Herr der Lage zu bleiben.

Welche digitale Lösung unterstützt die Einhaltung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes?

Die maßgebenden Änderungen innerhalb des Geschäftsalltags gesetzestreu einzubinden und umzusetzen, lässt sich unter anderem mit einem Onlineportal ermöglichen. Ein gesichertes Onlineportal bietet die idealen Voraussetzungen für eine effektive Bearbeitung der Fristenkontrollen. Damit können eventuelle Unklarheiten und Fristüberschreitungen rund um die Themen Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer umgangen werden. Die Verleiher können die relevanten Daten im Onlineportal einpflegen, die der Verleiher dann einsehen und kontrollieren kann. Die aktive Fristenkontrolle bildet hierbei die Hauptaufgabe, da Sanktionen in Form von Bußgeldern oder Verboten vermieden werden sollen. Da ein Onlineportal browserbasiert ist, ist keine aufwändige Installation von Zusatzsoftware notwendig. Auch lässt sich das Portal daher von jedem Rechner mit Internetzugang aufrufen, sodass ein ortsunabhängiges Arbeiten möglich wird.

Was sollte ein Onlineportal für Entleihbetriebe können?

Ein Onlineportal für Entleiher sollte alle relevanten Daten zur Überprüfung der Fristenkontrollen zur Verfügung stellen. Es muss sämtliches zeitlich befristet eingesetztes Personal einsehbar und alle relevanten und individuellen Fristen überprüfbar sein – unabhängig von der Anzahl der Zeitarbeitsunternehmen, von denen Fremdpersonal für einen gewissen Zeitraum und Einsatzzweck ausgeliehen wird. Bestmöglich sollte es eine unkomplizierte Lösung zur Überprüfung der Fristen geben, die eine digitale Verbindung zwischen Entleiher und Verleiher schafft, um alle notwendigen Informationen über den einzelnen Zeitarbeitnehmer zu erhalten und seine Fristen zu kontrollieren. 

Welche Vorteile ergeben sich durch den Einsatz eines AÜG-optimierten Onlineportals für den Entleiher?

Ohne eine digital optimierte Lösung stehen Entleihbetriebe vor einem enormen Verwaltungsaufwand, der einen Großteil an Kapazitäten der Buchhaltungs- oder Verwaltungsabteilung in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund sollte eine geeignete Lösung eingesetzt werden, die alle AÜG-relevanten Daten zentral ablegt und alle Fristen übersichtlich darstellt sowie überprüfen lässt – unabhängig von der Anzahl der Dienstleister, von denen Personal bezogen wird.

Die Vorteile im Überblick:

  • Einfache Umsetzung der Richtlinien der AÜG-Reform
  • Unkomplizierte Fristenkontrolle von Höchstüberlassungsdauer und Equal Pay
  • Zentrale Überwachung des gesamten Zeitarbeitspersonals
  • Verwaltung sämtlicher Dienstleister in einem System
  • Minimierter Verwaltungsaufwand im AÜ-Bereich

Sie setzen Zeitarbeitspersonal ein und wollen deren Fristen stets im Blick haben?

Wenn Sie die Fristen Ihres gesamten Zeitarbeitspersonal auf einen Blick einsehen wollen, bietet LANDWEHR mit dem Onlineportal LANDWEHR L12 die professionelle Lösung für Ihr Unternehmen. LANDWEHR L12 ist für Entleihbetriebe ideal, die einen professionellen und umfassenden Überblick über ihr Zeitarbeitspersonal und deren persönlichen Fristen zu Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer wünschen. Das webbasierte Onlineportal ist die sichere digitale Verbindung zwischen Ihnen als Entleihunternehmen und Ihrem Zeitarbeitsunternehmen, bei denen Sie Ihr Personal beziehen.

Lassen sich alle relevanten Fristen im Onlineportal LANDWEHR L12 abbilden?

Fälligkeitsdaten und Fristen sind für jeden Ihrer Zeitarbeitsnehmer auf das Datum genau berechnet. So haben Sie die volle Kontrolle der Höchstüberlassungsdauer sowie eine umfassende Überwachung von Equal Pay. Das LANDWEHR L12 Onlineportal bietet darüber hinaus die Möglichkeit, alle Daten Ihrer Personaldienstleister abzubilden. So nutzen Sie eine einzige Plattform, in der alle Informationen zentral und sicher für Zugangsberechtigte einsehbar sind. Sollten Ihre Dienstleister bereits die Software LANDWEHR L1 in Betrieb haben, ergeben sich die besten Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Notwendige Daten können aus LANDWEHR L1 in LANDWEHR L12 übertragen werden, was unnötige Datenübertragungen via Tabellen oder manueller Eingaben überflüssig macht. 

Fazit

Um als Entleiher einen einhundertprozentigen Überblick und eine vollkommene Transparenz über seine Dienstleister und sein eingesetztes Personal zu haben, ist eine professionelle Lösung unumgänglich. Mit LANDWEHR L12 gelingt es auch Ihnen die Herausforderungen der AÜG-Reform zu meistern und gleichzeitig eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit mit Ihren Dienstleistern einzugehen. 


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