Mehr Bewerber mit weniger Aufwand – wie geht das?

Der Fachkräftemangel ist für viele Unternehmen ein wahres Horrorszenario. Zahlreiche Firmen klagen schon heute über erhebliche Probleme bei der Personalgewinnung. Durch den Fachkräftemangel sind die Kosten und der Aufwand für die Mitarbeiterrekrutierung spürbar gestiegen, und zugleich bleiben immer mehr Stellen unbesetzt: mit negativen Folgen für den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit. Und die Situation könnte sich noch verschärfen!

Doch wie können Unternehmen diesen Auswirkungen entgegenwirken? Welche Maßnahmen müssen Firmen ergreifen, um ihre Personalrekrutierung in Zeiten des Fachkräftemangels erfolgreich zu gestalten? Mehr Bewerber mit weniger Aufwand – wie geht das?

In unserem Videoformat LANDWEHR ON THE ROAD haben wir für Sie die Antworten gefunden! In unserem Video sprechen wir mit vielen Experten, die ihre ganz persönliche Meinung und ihre Empfehlung zum Thema „Modernes Recruiting“ für Sie preisgeben.

Die Experten im Interview:

 

 

Die Lösungen in der Zusammenfassung:

Rekrutierungsstrategien anpassen

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich durch den demografischen Wandel immer mehr von einem Arbeitgeber- hin zu einem Arbeitnehmermarkt. Noch vor wenigen Jahren kämpften viele Bewerber um wenige offene Stellen. Heute verhält es sich umgekehrt. Dieses führt nicht zuletzt zu geänderten Ansprüchen und Erwartungshaltungen der Mitarbeiter an die Arbeitgeber. Das gilt insbesondere für die Generation Y oder Millennials, die im Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren geboren wurden und jetzt vermehrt auf den Arbeitsmarkt treten. Diese Generation ist auch die Erste, die größtenteils in einem Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist. Und genau darauf gilt es sich einzustellen!

Arbeitgeber müssen ihre bisherige Personalrekrutierung auf den Prüfstand stellen. Passt die bisherige Strategie noch zur geänderten Situation? Passt der Prozess zum Anspruchsdenken der neuen Generationen? Viele Unternehmen müssen hier umdenken und neue Wege und Strategien beschreiten, um weiterhin ausreichend und qualifiziertes Personal zu gewinnen.

 

Schnellerer Bewerbungsprozess

Geschwindigkeit ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Rekrutierungsmaßnahmen. Das heißt: Der Bewerbungsprozess muss so einfach und schnell wie möglich sein. Das betrifft sowohl den Bewerbungsvorgang als solches, also wie leicht und schnell sich der Kandidat bewerben kann. Das betrifft aber auch die Geschwindigkeit, in der die Unternehmen den Bewerber kontaktieren und zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Es gilt, den Kandidaten in den Fokus zu rücken und dessen Erfahrungen, die er im Rahmen des Bewerbungsprozesses mit dem Unternehmen sammelt, zu verbessern. Wer hier nicht optimal aufgestellt ist, läuft Gefahr, Bewerber zu verlieren.

 

Latent Wechselwillige ansprechen

Die Anzahl derer, die aktiv nach einem neuen Job suchen, sinkt. Daher ist es wichtig, die latent Wechselwilligen anzusprechen. Und zwar genau dort, wo sie sich aufhalten. Die klassischen Jobbörsen, die gegebenenfalls vor ein paar Jahren noch zuverlässiger Lieferant für Bewerber waren, eignen sich hierzu nur bedingt, da sie vor allem von aktiv Suchenden genutzt werden. Unternehmen müssen daher herausfinden, wie und wo sie ihre Idealkandidaten erreichen.

 

Social-Media-Kanäle nutzen

Je nach Jobkategorie und Ebene eignen sich Social-Media-Kanäle wie Facebook, XING oder LinkedIn, um die latent Wechselwilligen zu erreichen. Die deutschen Internetnutzer verbringen den Großteil ihrer Onlinezeit auf sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube & Co., und dieses Potenzial gilt es zu nutzen, um den Bewerberrücklauf zu steigern. Stellenanzeigen nach dem Gießkannenprinzip auf allen Plattformen auszustreuen, ist jedoch nicht effektiv und zudem zu kostenintensiv. Daher muss jede Firma für sich herausfinden, welche Kanäle den gewünschten Erfolg bringen.

 

Datenanalyse betreiben

Ein Must-have für erfolgreiches Recruiting ist die Datenanalyse. Es gilt, relevante Daten zu erfassen, auszuwerten und daraus zu lernen: Wer ist mein Idealkandidat? Wie verhält er sich? Und wie spreche ich ihn optimal an? Welche Kanäle funktionieren für welche Jobkategorien und Ebenen besonders gut? Nur so können Unternehmen nachvollziehen, wie effektiv die einzelnen Rekrutierungsmaßnahmen waren und an welchen Stellschrauben optimiert werden kann.

 

Arbeitsschritte digitalisieren

Die Digitalisierung von Arbeitsschritten ermöglicht, Prozesse im Recruiting zu vereinfachen und zu beschleunigen. Das Angebot an technologischen Lösungen ist groß. Die Möglichkeiten reichen von Tools zur elektronischen Lebenslaufanalyse über Bewerbermanagementsystemen bis hin zu E-Recruiting-Software. Hinzu kommen Tools wie Chatbots, Online-Terminbuchungssysteme oder Controlling-Lösungen. Unternehmen müssen sich intensiv mit den Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung auseinandersetzen und die passenden Werkzeuge für sich finden.

Fazit

Arbeitgeber müssen ihre Personalrekrutierungsstrategien anpassen, um den Auswirkungen des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels entgegenzuwirken. Geschwindigkeit und Datananalyse sind hier die zentralen Erfolgsfaktoren. Die richtigen Lösungen helfen dabei, die Prozesse im Recruiting zu beschleunigen und den Erfolg von Maßnahmen zu messen und auszuwerten. Und das spart Zeit und Kosten und führt zu mehr Bewerbern.


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